Auktion 160A

Schools of Design

07. Dezember 2021 um 15:00

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Unter dem Titel Schools of Design versteigern wir zum Jahresende mittlerweile seit fast 20 Jahren eine Auswahl besonderer Objekte. Wir zeichnen in regionaler Gliederung die Entwicklung des Schaffens von Architekten und Entwerfern nach.

Der Jugendstil war eine internationale Bewegung mit großen ästhetischen Gemeinsamkeiten aber auch regionalen Besonderheiten. So widmen wir uns im ersten Kapitel dem deutschen Jugendstil und präsentieren eine ganze Anzahl von Arbeiten des belgischen Künstlers Henry van de Velde, der seinen Durchbruch als Architekt und Gestalter von Inneneinrichtungen in Deutschland hatte. Ebenso wie van de Velde wurde der niederländische Entwerfer Johannes Lauweriks von Karl-Ernst Osthaus wiederholt beauftragt und gefördert. Einige zum Teil hochbedeutende Silberarbeiten aus dieser Auktion stammen - wie auch das Mobiliar von van de Velde - aus der Osthaus-Verwandschaft, der Familie Colsman. Aus gleicher Provenienz stammt das silberne Kaffee- und Teeservice des wichtigsten Wiener Protagonisten dieser Epoche. Josef Hoffmann kreierte den Entwurf um 1920 - ein Foto der Familie Colsman mit dieser Rarität ist noch erhalten (siehe S. 30). Im Kapitel Bauhaus bieten wir die erste Version des äußerst seltenen Lattenstuhls mit Vierkanthölzern von Marcel Breuer an. Es ist das zweite und letzte Exemplar aus der Provenienz wie jenes, das wir am 29. Juni 2021 versteigerten. Ebenfalls am Bauhaus Weimar entstand 1924 in der Metallwerkstatt eine der ersten Bauhaus-Arbeiten Marianne Brandts. Der nur aus Zylindern und Kreisen gestaltete Kippaschenbecher aus Bronze und Nickelsilber folgt den Idealen des Bauhaus Formmeisters Laszlo Moholy-Nagy.

Beim Nachkriegsdesign geben die Kapitel Italien, Skandinavien und Frankreich den Ton an. In diesem Teil der Auktion präsentieren wir unter anderem besondere Lampenentwürfe, die die unterschiedlichen ästhetischen und technischen Ansätze gegenüber stellen. Vom französischen Leuchtenkünstler Serge Mouille sind zwei Wand- und eine Tischleuchte in der Auktion. Seine skulpturalen schwarzen 'Leuchtkapseln' stehen im deutlichen Gegensatz zu Poul Henningsens berühmter Artischocke mit den vielen Kupferblättern oder Enzo Maris Stehleuchte 'Polluce', die die Glühbirne lediglich durch eine Milchglaskugel kaschiert. Das Thema Leuchten wird dann gegen Ende des Katalogs noch einmal mit Arbeiten aus den 1970er Jahren von Ingo Maurer, sowie aus den 1980ern von Mario Botta und einem 'Leuchtregal' aus den 90ern von Andrea Branzi beleuchtet.

Der Bogen des deutschen Designs wird in dieser Auktion besonders ausführlich gespannt. Nach Jugendstil, Bauhaus und Ulmer Schule präsentieren wir einige Arbeiten der Gruppe Pentagon aus den 1980er Jahren. Auch der Künstler und Designer Rolf Sachs ist mit zwei seltenen Arbeiten aus den 2000er Jahren präsent, sowie zwei Stühle von Stefan Diez aus der ersten Post-Produktions-Serie der Galerie Schellmann.

Und wir freuen uns sehr, dass uns das Designbüro Stefan Heiliger eine Auswahl von acht Prototypen für die Auktion zur Verfügung gestellt hat. Diese acht Sitzmöbel dokumentieren das Schaffen des Sohnes des berühmten Bildhauers Bernd Heiliger von 1980 bis 2002. Wir finden es besonders reizvoll Prototypen zu zeigen, also Objekte, die genau so nicht oder nur in veränderter Form tatsächlich in Serie gegangen sind. Auf diese Art werden einem ganz plastisch die Herausforderungen des Entwerfers vor Augen geführt.