Auktion 166A

Schools of Design

29. November 2022 um 15:00 MEZ

Ende des Nachverkaufs
30. Dezember 2022


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Die Adventszeit wurde im Hause Quittenbaum mit einer erfolgreichen ‚Schools of Design‘-Auktion eingeläutet.

Zahlreiche Bieter im Saal, am Telefon und den vier Internet-Plattformen stritten sich um das hochkarätige Angebot und sorgten mit ihrem Eifer für sehr erfreuliche Zuschläge.

Gleich zu Beginn konnte sich ein Kunde am Telefon gegen mehrere Konkurrenten durchsetzen und die seltene Teekanne mit Sahnekanne von Josef Hoffmann, 1904 für die Wiener Werkstätte, erwerben. Das mit allen wichtigen Signets versehene Kannenpaar geht nun für EUR 22.000 in eine österreichische Sammlung über (Los 8). Beide seltenen Sessel des Belgiers Henry van de Velde gingen nach eifrigem Gefecht an einen deutschen Sammler (Lose 30, Zuschlag EUR 8.000 und Los 32 EUR 5.000). Der Kleiderschrank, ein Modell, das auch in Karl-Ernst Osthaus’ Haus Hohenhof verwendet wurde, findet zu unserer Freude einen neuen Platz in einem deutschen Privatmuseum (Los 39, Zuschlag EUR 3.500).

Die Highlights des Bauhaus-Kapitels waren erwartungsgemäß der ‚Lattenstuhl ‚ti1a‘ (Los 50 geht für EUR 45.000 in die Schweiz) und der noch seltenere Tisch ‚ti9’, 1922-24 von Marcel Breuer (Los 49). Der französische Kunde, der den Tisch für EUR 15.000 erwarb, kann demnächst seinen Gegner auch mit dem passenden Schachspiel von Josef Hartwig zum Turnier bitten. Groß war die Konkurrenz, der Hammer für das Spiel fiel erst bei EUR 16.000 zu seinen Gunsten (Los 56).

Bei den Italienischen Entwürfen glänzte - sprichwörtlich - Gino Sarfattis Stehleuchte ‚1035‘ von 1948, die von EUR 2.500 auf EUR 7.000 hochgesteigert wurde. Sie wird nun ein Heim in der Schweiz erleuchten (Los 91). Ettore Sottsass’ ‚Ultrafragola‘, 1970, in einer recht frühen Ausführung wurde in langem Bietgefecht für EUR 8.000 von einem deutschen Museum ersteigert (Los 106).

Ein schwedischer Kunde erhielt den Zuschlag für einen der seltenen Kleiderschränke von Le Corbusier für die ‚Unité d’Habitation de Marseille‘; er konnte sich bei EUR 8.500 gegen mehrere andere Interessenten durchsetzen (Los 108).

Die kleine, aber feine Sammlung an Leuchtenentwürfen des großen Ingo Maurer kam bei den Kunden sehr gut an. Ein besonders schönes und seltenes Exemplar von Maurers ‚Uchiwa‘-Serie, die ‚Ju-Ku‘ aus 19 Reispapierfächern, erbrachte dabei EUR 12.000 (Los 160).

Von den Entwürfen des neuen Jahrtausends setzte sich der ‚MAK Chair‘ des Briten Tom Dixon konkurrenzlos durch. Zwei Kunden an den Telefonen lieferten sich ein Bietgefecht mit anderen Interessenten im Internet, schließlich erhielt eine bedeutende Sammlung in Nord-Italien den Zuschlag bei EUR 15.000 (Los 184).

Einige andere schöne Entwürfe, darunter ein seltener Anhänger von Henry van de Velde aus dem Besitz einer Nichte des Malers Curt Hermann (Los 31) und die komplette Kücheneinrichtung des Dänen Arne Jacobsen von 1957 für die Internationale Bauausstellung in Berlin (Los 140) sind noch bis zum 23. Dezember 2022 zu erwerben.