Quittenbaum Kunstauktionen München ist Ihr internationales Auktionshaus für Jugendstil, Art Déco, Design, Murano Glas, Alte Kunst, Moderne sowie Kunst des 20./21. Jahrhunderts sowie Juwelenschmuck, Künstlerschmuck und Autorenschmuck

An vier Terminen im Jahr versteigern wir seit 1998 mit großem Erfolg Möbel, Leuchten und Kunsthandwerk aus den Bereichen Jugendstil und Art Déco. Außerdem bieten wir Design vom Bauhaus über Midcentury, Space Age bis Contemporary Design, Murano Glas, feines Kunsthandwerk, historischen Juwelenschmuck, Autorenschmuck, Künstlerschmuck, Fotografie, Vintage Accessoires sowie moderne und zeitgenössische Kunst an. 

Seit Januar 2024 sind wir mit einer Repräsentanz in Düsseldorf für Kunden im Rheinland bequem erreichbar.

Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder per E-mail, wenn Sie Objekte versteigern lassen oder ersteigern möchten oder lassen Sie Ihre Kunstwerke und Designobjekte unverbindlich und kostenlos von unseren Experten schätzen.

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Die Herbstauktion startet mit rund 670 ausgewählten Objekten aus der Designgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.

Den Einstieg in die Auktion am 13. Oktober markieren die farbenfrohen Entwürfe des italienischen Designers Gaetano Pesce. Ein besonderes Beispiel für seinen experimentellen Umgang mit Material und Form ist sein Entwurf ‚Shadow‘ (Kat. Nr. 10). Der 2007 entworfene Sessel macht den Menschen selbst zum Mitgestalter des Objekts: Der Polyurethanschaum dehnt sich innerhalb des beschichteten Stoffbezugs frei aus und entwickelt seine individuelle Form erst im Kontakt mit dem Körper. Taxiert ist der knallgrüne Sessel mit 3.000 € bis 5.000 €.

Mit 15 Entwürfen ist der Münchner Lichtgestalter Ingo Maurer im deutschen Nachkriegsdesign prominent vertreten. In besonders schönem Erhaltungszustand sind zwei Leuchten aus der „Uchiwa“-Serie: eine große Deckenleuchte ‚Ju-Yon‘ (Kat. Nr. 209) mit 14 Reispapierfächern sowie eine ‚Hana I‘ (Kat. Nr. 210) werden mit je 6.000€ aufgerufen. In der Offerte befinden sich ebenfalls zwei runde Lichtobjekte ‚Schlitz Up‘ (Kat. Nr. 215-216). Die 2002 von Ingo Maurer entworfenen Leuchten befanden sich seit 2003 in einer bekannten Münchner Tagesbar und kommen nun mit einem Schätzpreis von 5.000 € bis 7.000 € unter den Hammer.

Vielfältiges Murano Glas am 14. Oktober

Alle Manufakturen sind mit bedeutenden Entwürfen vertreten – Venini, Barovier, Fratelli Toso, Seguso, Aureliano Toso und A.Ve.M. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Murano, befeuert durch den wirtschaftlichen Aufschwung und die in die Lagunenstadt strömenden Touristen, einen unvergleichlichen Kreativitätsschub: neue Techniken und Dekore sowie kühne Farbkombinationen dominieren die Glasproduktion. Künstlerische Einzelstücke werden nicht nur auf den Kunst-Biennalen gezeigt, sondern auch international vermarktet. Das beliebteste Experimentierfeld ist und bleibt die Vase – so wie im Design der Stuhl immer wieder neu erfunden wird. Aber natürlich geht es nicht darum, einen Behälter für Blumen zu gestalten. Es geht um die Form an sich – Fulvio Bianconi erfindet bei Venini die ‚Forati‘-Serie sowie die berühmten ‚Fazzoletti‘, die an sich öffnende Taschentücher erinnern. Quittenbaum bietet in dieser Auktion eine seltene kubusförmige Vase mit hochgezogenen Schultern von Fratelli Toso an. Obwohl die Quaderform Schwere suggeriert, ist dieses Vasenobjekt federleicht. Rotes Glas mit dunkelvioletten Fleckeneinschmelzungen, weiß unterfangen, die kleine kreisrunde Mündung dunkelviolett mit zersprengter Goldfolie akzentuiert. Die handwerkliche Raffinesse begründet den Schätzpreis zwischen 7.000 € – 9.000 €.

Von der Klassischen Moderne über Photographie und Mode bis hin zu zeitgenössischen Schöpfungen – Auktion am 14. Oktober

Mit Wilhelm Lehmbrucks ‚Kleinem weiblichen Torso (Hagener Torso)‘ von circa 1910/11 (Schätzpreis 8.000 € – 12.000 €) ist eine bedeutende Position der Klassischen Moderne vertreten. Im Zentrum von Lehmbrucks Schaffen steht die menschliche Gestalt, für die er eine unverwechselbare, zwischen naturalistischer Beobachtung und expressionistischer Formfindung angesiedelte Bildsprache entwickelte. Beim ‚Kleinen weiblichen Torso‘ wird die Fragmentierung des Körpers selbst zum künstlerischen Ausdrucksmittel – eine Auffassung, die sowohl an antike Bildwerke als auch an die moderne Skulptur Auguste Rodins anknüpft. Die heute gebräuchliche Bezeichnung ‚Hagener Torso‘ verweist auf den Sammler und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus, der 1912 eine Ausführung in Steinguss für seine Sammlung erwarb.

Einen ungewöhnlichen Einblick in eine andere gestalterische Disziplin eröffnet ein Konvolut von 105 originalen Modezeichnungen Wolfgang Joops aus den Jahren 1978/79 (Schätzpreis 8.000 € – 12.000 €). Die Entwürfe entstanden in Zusammenarbeit mit der auf Pelz- und Ledermode spezialisierten Dauster KG in Wiesbaden und führen in die frühen Schaffensjahre des Designers, noch vor seinem internationalen Durchbruch. Es handelt sich um authentische Atelierentwürfe, von denen zahlreiche mit handschriftlichen Angaben zu Material, Verarbeitung und Ausführung versehen sind; einzelne Blätter tragen zudem aufgeklebte Lederproben. Als geschlossen erhaltenes Konvolut machen die Zeichnungen den Weg von der gestalterischen Idee zur handwerklichen Umsetzung unmittelbar nachvollziehbar und dokumentieren eindrucksvoll Joops frühe Arbeit als Modedesigner.


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Quittenbaum erzielt Auktionsrekorde
in den Sparten
Jugendstil, Art Déco, Design und Murano Glas