Auktion 163B

Sammlung T. Kuratiert von Michele De Lucchi
Design - Kunst - Objekte aus dem Besitz von Mieke und Jan Teunen

28. Juni 2022 um 17:00


Katalog

Sammlung T. Kuratiert von Michele De Lucchi
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Es ist uns eine Ehre, am 28. Juni Kunstwerke und Objekte aus der Sammlung T versteigern zu dürfen. Der Katalog, der mit einem Vorwort von Michele De Lucchi über das Sammeln auf die Offerte einstimmt, versammelt 126 Lose aus den Bereichen zeitgenössische Kunst, Design, afrikanische Kunst sowie ausgewählte Kunstkammerobjekte. Mieke und Jan Teunen begannen ihre Sammlung vor über 50 Jahren mit einem Werk. Heute gleicht ihr Zuhause in Schloss Johannisberg einem reich gefüllten Schatzhaus, in dem jedes Objekt einen hintergründigen Sinn im Gesamtzusammenhang des Sammlungsgefüges hat. In den sorgfältig kuratierten Räumen begegnen sich Werke aus unterschiedlichen Epochen, Herkunftsländern und Stilen. In der Zusammenschau dieser kreativen Vielfalt verbildlichen sie die Werte der Sammlung T. Es geht um Schönheit, Phantasie, Wahrnehmung und Kommunikation, um Kultur im Alltäglichen und Seelenbildung durch Kunst.

Zur Versteigerung bei Quittenbaum kommen von Danese aufgelegte Kunsteditionen von Bruno Munari und Enzo Mari wie das ‚Ogetto di autocomposizione autocondotta‘ (€ 2.000 - 3.000) aus einer Edition von 50, um nur eines zu nennen. Die Objekte erinnern daran, dass das Sammlerpaar ab 1988 die Vermarktung der wundervollen Danese-Objekte in Deutschland inne hatte. Vasenobjekte des Bildhauers Anish Kapoor, der in Venedig momentan eindrucksvoll zwei große Ausstellungen mit seinen monumentalen Arbeiten bespielt, werden für geschätzte € 2.000 - 2.500 angeboten.

Zu den Highlights der Offerte zählen die Werke des italienischen Architekten Michele De Lucchi, darunter zwei seiner Holzskulpturen, die in ihrer archaischen Formensprache an Häuser und Türme erinnern (€ 8.000 - 9.000). Von großer Bedeutung im Gesamtwerk des Architekten sind die sechs originalen Entwurfszeichnungen für das Projekt ‚Festival Office‘ (1995, € 25.000 - 30.000). Schon früh beschäftigte sich De Lucchi mit der Aufwertung rationaler, unpersönlich gestalteter Büros durch soziale und kulturell aufgeladene architektonische Elemente mit dem Ziel, eine positive Wirkung auf körperliche und seelische Gesundheit der Mitarbeiter zu erzielen. Für Festival Office projektierte er Pavillons als Rückzugsorte und als Räume zum gemeinschaftlichen Feiern.

Zu Themen wie Auge, Phallus oder Gehirn gruppieren sich Kunstkammerobjekte, einige seltene anatomische Modelle aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie Werke der zeitgenössischen Kunst von Katharina Fritsch, sensible Tuschezeichnungen im Stile von Höhlenmalereien von Hilarius Hofstede (€ 1.500 - 2.000), Papierarbeiten von Berend Hoekstra (€ 2.400 - 3.200) sowie Arbeiten von Helga und Helge Schmidhuber. Werkgruppen von Heinz Te Laake (kinetische Uhrbilder) und Roger Pfund (Banknoten) bieten Einblicke in deren künstlerische Konzepte.

Möbelentwürfe in früher Ausführung von George Nelson, Sori Yanagi, Robert Wilson, Gaetano Pesce setzen Akzente. Von hervorragender Provenienz sind die afrikanischen Werke, die oftmals in der Galerie Simonis in Düsseldorf erworben wurden. Mit einer Taxe von € 32.000 - 38.000 geht eine Baule Gbekre-Affenfigur von der Elfenbeinküste ins Rennen. Aus dem ehemaligen Besitz des Bildhauers Sir Jacob Epstein (1880-1959 ), der Anfang des 20. Jahrhunderts mit Künstlern und Sammlern afrikanischer Kunstwerke wie Picasso und Brancusi bekannt war, stammt hingegen die Benin-Vogelfigur, die mit geschätzten € 4.500 - 5.500 aufgerufen wird.

Der von der Agentur Fuenfwerken Design AG gestaltete Katalog ist mittels einer Nachricht an buchhaltung@quittenbaum.de zu erwerben.