Auktion 161C

Internationales Design

23. Februar 2022 um 15:00 MEZ


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Vive La France - Philippe Starck und Pierre Chapo begeistern!

Die internationale Design Auktion brachte sensationelle Ergebnisse für Philippe Starck. Von den 50 angebotenen Objekten, Möbel, Leuchten, Elektrogeräte, Skulpturen und Gebrauchsgegenständen wurden 84% verkauft. Die höchsten Zuschläge erbrachten zwei Kleinmöbel; die surrealistisch anmutende Hockerikone W.W. konnte den Schätzpreis fast verdoppeln auf 3.800 €, der Klappstuhlklassiker 'Lola Mundo' erbrachte mit 3.700 € Zuschlag fast das dreifache des Schätzpreises. Die größten Preissteigerungen wurden jedoch bei den Architekturmodellen und Gebrauchsgegenständen erzielt die allesamt verkauft wurden; das Modell 'Le Moult' erreichte mehr als das fünfache des Schätzpreise und wurde erst bei 2.600 € zugeschlagen; der Schürhaken 'Picfeu' verteuerte sich auf mehr als das zehnfache des Schätzpreises - 2.200 € Zuschlag, zwei Kleiderhaken 'Chab Wellington' auf mehr als das zwanzigfache - 2.500 € Zuschlag.

Rekordverdächtig war auch der Preis für den Sofatisch 'L'Oeil' des Tischler/Designers Pierre Chapo; der Zuschlag erst bei 10.500 € für eine französiche Galerie. Auch die beiden Sofas (Zweier-/Dreiersofa) sowie zwei Sessel Chapos verkauften sich hochpreisig: 1.300 €, 1.500 € und 3.200 € respektive. Zwei Teppiche aus Frankreich fielen auch auf: Eileen Grays Entwurf 'Centimetre' verteuerte sich, weit über den Schätzpreis hinaus auf 2.600 €, Andrée Putmans Entwurf aus den 1980er Jahren konnte denselben Preis erzielen.

Beim Skandinavischen Design reüssierten Entwürfe von Alvar Aalto, Hans J. Wegner und Egon Bro Pedersen. Wegners früher Nähtisch 'AT33' aus dem Jahre 1949 ging für 1.000 € an einen deutschen Privathaushalt, ebenso wie die typisch dänische Kommode von Egon Bro Pedersen für 1.500 € Zuschlag. Aaltos berühmter Freischwinger '34' aus Birkensperrholz, in auffallender Zebraoptik, findet sich nun für 2.200 € Zuschlag in einem belgischen Haushalt wieder.

Eine spannendes Ergebnis erzielte mit 2.700 € Zuschlag auch der Streckmetallstuhl 'SingSingSing' des japanischen Entwerfers Shiro Kuramata aus dem Jahr 1985. Auch in den 1980er Jahre entworfen, ist Masayuki Kurokawas geschwungene, pilzförmige Tischleuchte ‚Lavinia', einer der elegantesten Leuchtenentwürfe der Zeit; den Zuschlag hierfür erhielt, für mehr als das Doppelte des Schätzpreises, ein Sammler aus Belgien. Ein typischer Entwurf des Neuen Deutschen Designs der 1980er Jahre, der Stuhl 'Solid‘, ausBeton und Moniereisen, wurde einem amerikanischen Sammler für 2.500 € zugeschlagen.

Jindrich Halabalas ikonische Sesselgruppe 'H269' mit Ottoman aus den 1930/40er Jahren hingegen, sicherte sich ein Münchner Bieter für 6.000 € Zuschlag.

Der Höchstpreis der Auktion ging jedoch an die Wellpapp-Ikone 'Skinny Beaver' des weltberühmten Architekten Frank O. Gehry; bereits 1979 im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens entworfen, ging der 'gut besessene' Stuhl für 14.000 € Zuschlag, fast das fünffache des Schätzpreises, in ein italienische Privatsammlung.