Einlieferung bis
17. April 2026
Rund 260 Lose kommen am 18. Juni in unserer Design-Auktion zu Versteigerung. Zu den hochpreisigsten Losen gehört eine seltene figürliche Skulptur des dänischen Bildhauers Axel Salto. Salto, gefeiert für seine ausdrucksstarken Keramikgefäße, die inspiriert sind von natürlichen Formen und effektvollen Glasuren, ist in der Auktion mit einem Kopf aus Keramik vertreten. Dieser wurde im Jahr seiner Entstehung 1949 in Charlottenborg ausgestellt und später nochmals im Designmuseum Danmark gezeigt. Das Werk zeigt die Signatur des Künstlers sowie die Manufakturmarke von KPM Royal Copenhagen und geht mit einem Schätzpreis von 45.000-50.000 € ins Rennen.
Zu den Highlights der Offerte zählen des Weiteren zwei ikonische Sitzobjekte von Ron Arad. Das Sitzmöbel ,2 R Not‘, (1992), aus poliertem, teilweise patiniertem Metallblech ist die Nummer 12 von 20 (Schätzpreis 15.000 - 25.000 €). Es besteht aus einem Stahlkörper in dem vier Sitzflächen in verschiedenen Höhen eingelassen sind und kann daher sowohl als Hocker, Stuhl und Armlehnsessel verwendet werden. Der mit Ron Arad signierte Unikat Armlehnsessel ‚Big Easy Vol. 2‘, entworfen 1988, und in den 2000er Jahren bei Barry Friedman in New York erworben, wirkt mit seiner roten Lackierung absolut elektrisierend in jedem Sammler-Interior (Schätzpreis 18.000 - 30.000 €).
Aus dem Besitz eines deutschen Kunstsammlers wurde Quittenbaum Kunstauktionen eine Kollektion, zum Teil sehr selten auf dem Markt erscheinender Memphis-Möbel, -Leuchten und -Keramikobjekte von Ettore Sottsass anvertraut; darunter auch die Regale ‚Alessandria d’Egitto aus der ‚bau.haus II‘ Kollektion‘ (Schätzpreis 9.000 - 12.000 €) sowie das Regal ‚Max‘ (Schätzpreis 7.000 - 9.000 €). Zu unseren Favoriten zählt zudem die Leuchte ‚Svincolo‘, entworfen 1979, mit einem Bacteria-Muster auf Dunkelblau. Der Totem ‚Odalisca’, enworfen 1967, wohl gefertigt von Bitossi oder Mirabili, ist bestens erhalten und startet mit 20.000 € in die Auktion. Ergänzt wird die Offerte durch drei Keramiken aus der Serie ‚Yantra‘, produziert 1969/70 vom Design Centre Poltronova. Ein Yantra ist im hinduistischen und buddhistisch-tantrischen Kontext ein geometrisches Diagramm, das als Hilfe für Ritual, Meditation oder geistige Konzentration verwendet wird. In diesen Sinne erscheinen auch die drei angebotenen Keramiken als minimalistisch ausgestaltete Behältnisse mit einer hohen architektonisch symbolischen Wirkkraft.
Das Angebot von Leuchten in dieser Auktion ist besonders breit gefächert. Geometrisch konstruktiv präsentiert sich die Leuchte ‚315‘ von Jean Boris Lacroix (Schätzpreis 6.500 - 7.500 €). In den 1950er Jahren entwickelte Lacroix eine Formensprache, die den Übergang vom dekorativen Art Déco zur sachlicheren, industrieller wirkenden Moderne zeigt. Seine Leuchten sind meist klar konstruiert, geometrisch aufgebaut und auf das Wesentliche reduziert. Kontrastierend dazu zeigen Serge Mouilles Entwürfe organische, weich fließende Formen beim Design seiner Reflektorenschirme aus Metall - Quittenbaum offeriert unter anderem eine große Wandleuchte 'Applique murale à un bras pivotant' zu einem attraktiven Schätzpreis von 6.500 - 8.000 €.
Große Aufmerksamkeit fordert Mark Brazier-Jones ‚Sutra Throne‘, der in Formen und opulenten Materialien schwelgt. Er ist bezogen mit rotem Samt, im Metallrahmen der kreisrunden Rückenlehne prangt eine Glaskugel (Schätzpreis 4.000 - 4.500), die dem Sitzmöbel einen theatralisch magischen Charakter verleiht. Weitere Designer runden das rund 260 Lose umfassende hochkarätige Angebot ab: Carl Auböck, André Dubreuil, Eileen Gray, Poul Kjærholm, Verner Panton, Gio Ponti, Hans Wegner und viele weitere.