Auktion 182A

Jugendstil - Art Déco

16. Juni 2026 um 15:00 MESZ

Ende des Nachverkaufs
17. Juli 2026



Der Auktionsblock im Sommer startete höchst erfolgreich mit der Sparte Jugendstil / Art Deco.

Gut zwei Drittel der angebotenen Lose fanden neue Besitzer. Hat sich das Online-Bieten auch bei den Conoisseuren des frühen 20. Jahrhunderts bereits etabliert, bevorzugten es in dieser Auktion nicht wenige Kunden, sich anrufen zu lassen, oder uns im Saal zu besuchen. Mit unseren liebevoll gestalteten Highlight-Broschüren und den bereitgestellten Listenkatalogen in analoger Form bestens informiert, beteiligten sich die Saalbieter sehr erfolgreich an unserer 480 Lose umfassenden Auktion mit vielen hochkarätigen Sammlerstücken

Die Werke aus der ehemaligen K.K. Monarchie standen am Dienstag im Mittelpunkt. Vorzugsweise Lampen, Vasen und Schalen der Glasfabrik Joh. Lötz Wwe. waren höchst beliebt. Die Weltausstellungsdekore des Franz Hofstötter waren führend. Der höchste Zuschlag fiel aber für eine seltene Deckenleuchte, deren Körper aus zwei Libellen gebildet ist und einen Glasschirm ‚Streifen und Flecken‘ aus der Feder von Koloman Moser aufweist. Für stolze 44.000 € Zuschlagspreis tritt sie nun den Weg über den großen Teich an die Ostküste der USA an (Kat.-Nr. 328).

Die Arbeiten des ungarischen Keramikers Vilmos Zsolnay sind nach wie vor hoch geschätzt. Am Telefon, auf verschiedenen Plattformen und auch im Saal stritten sich die zahlreichen Interessenten um die sechs angebotenen Stücke. Die Henkelvase in Kürbisform mit geritztem Hummerdekor erzielte somit einen Zuschlag von 24.000 € und geht nun in ihre Heimat zurück (Kat.-Nr. 364). Auch der Blatthenkelkrug von Lajos Mack erhielt den stolzen Zuschlagspreis von 19.000 € (Kat.-Nr. 365). Dem anwesenden Käufer war deutlich anzusehen, wie die Anspannung nach erfolgtem Zuschlag von ihm abfiel.

Auf der französischen Seite setzten sich in dieser Auktion vor allem Leuchten verschiedenster Prägung durch. Das meiste Interesse erweckte hier die imposante ‚Eglantines‘-Tischleuchte der Daum Frères. Mit 88 Zentimetern Höhe geht die Pilzlampe mit Hagebuttendekor nun für 14.000 € per Telefon in eine deutsche Sammlung über (Kat.-Nr. 56).

Den schönen Teetisch ‚Libellules‘ von Emile Gallé sicherte sich ein französischer Kunde für einen Hammerpreis von 20.000 € (Kat.-Nr. 303).

Die Verunsicherung im Bereich der Chryselephantin-Figuren scheint sich gelegt zu haben. Fast alle angebotenen Figuren fanden nach teilweise hitzigen Bietgefechten neue Eigentümer. Die seltene Figur 'La Nature se dévoilant à la Science', wurde 1889 von Louis-Ernest Barrias entworfen. Von ihr sind nur ganz wenige Exemplare, mit Körperteilen aus Alabaster, bekannt. Sie konnte ihren Schätzpreis von 6.000 € verdoppeln und geht nun in eine belgische Sammlung über (Kat.-Nr. 251).

Besonders freuen wir uns über das Interesse, das die Objekte des Münchner Multitalents Richard Riemerschmid zuteil wurde. Seine Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände aus einer Münchner Privatsammlung waren heiß umkämpft und erfuhren hohe Preissteigerungen. Die Herrenkommode aus der Einrichtung ‚III‘ und die umfangreiche Heizungsverkleidung aus dem Jahr 1902 starteten beide - sehr moderat - um die 500 bzw. 600 € und wurden jeweils erst bei 4.400 € zugeschlagen (Kat.-Nrn. 315 und 319). Eine britische Sammlerin sicherte sich den runden Wandspiegel nach heißem Gefecht an mehreren Telefonen für 2.200 € (Kat.-Nr. 317).

Weitere schöne Objekte sind in unserem Nachverkauf bis zum 17. Juli 2026 zu erwerben.