Auktion 182A
Jugendstil - Art Déco
16. Juni 2026 um 15:00 MESZ
Live-Auktion startet in
Vorbesichtigung
11. Juni 2026 10:00 - 18:00
12. Juni 2026 10:00 - 18:00
13. Juni 2026 13:00 - 17:00
14. Juni 2026 13:00 - 18:00
15. Juni 2026 10:00 - 18:00
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Österreichisches Glas und Bronze-Figuren stehen dieses Mal im Mittelpunkt der Auktion am 16. Juni. Wir freuen uns besonders, Ihnen eine große Sammlung mit facettenreichen Vasendekoren der Glasfabrik Johann Lötz Wwe. präsentieren zu können. Mehr als die Hälfte des Angebots stammt aus dem Nachlass eines bekannten deutschen Sammlers. Eine extrem seltene Vase ‚creta mit Behängen‘ von 1900 sollte hier sicherlich auf Interesse stoßen (Kat.-Nr. 211, SP € 1.000 - 1.200).
Auch ein Set von sechs Deckenleuchten aus der Produktion der österreichischen Firma mit unterschiedlichen ‚Phänomen‘-Dekoren sollte auf Liebhaber treffen. Bislang illuminierten sie einen Raum in einer Münchner Privatwohnung (Kat.-Nr. 217, SP € 5.000 - 5.500). Ebenso sind zwei seltene Arbeiten von Franz Hofstötter zu erwerben (Kat.-Nr. 208, SP € 3.000 - 5.000 bzw. Kat.-Nr. 232, SP 4.500 - 5.500).
Der Österreich-Trend setzt sich bei den figürlichen Bronzen fort. Zunächst können wir eine der äußerst seltenen, ‚Nautilus‘-Tischleuchten von Gustav Gurschner von 1899 anbieten. Das Gehäuse des Kopffüßlers fügt sich perfekt in den naturnah gestalteten, Algen nachempfundenen, Bronzefuß ein, dem die Figur einer um den Schaft gewundenen Meerjungfrau die Aura des Fantastischen - Symbolistischen, verleiht (Kat.-Nr. 143, SP € 5.000 - 6.000).
Den freien Geist der zwanziger Jahre, den die kessen Damen von Bruno Zach verkörpern, tritt bei kaum einem seiner Zeitgenossen so treffend hervor wie bei ihm. Die moderne Frau raucht, kann dominant sein, sportlich oder auch verspielt (z.B. Kat.-Nr. 295, SP € 10.000 - 12.000). Ähnliche „Alltagsmotive“ benutzen auch die Brüder Karl und Franz Hagenauer. Tennisspieler, Tänzerinnen und Skispringer beleben ihr Repertoire. Auch ein früher Wandspiegel ist mit zwei weiblichen Figuren sowie Tierfiguren verziert (Kat.-Nr. 264, SP € 15.000 - 18.000).
Besonders freuen wir uns über eine seltene Deckenleuchte von Otto Prutscher aus dem Jahr 1924. Auf einem Schaft aus godroniertem Messing winden sich die Leuchterarme stengelartig, um dann in windenartige Blüten überzugehen (Kat.-Nr. 327, SP € 12.000 - 15.000). Ähnliche floral-stilisierte Motive finden sich auch in den beiden Leuchtern, die Dagobert Peche zugeschrieben werden (Kat.-Nr. 324, SP € 5.000 - 6.000).
Fünf Werke des Ungarn Vilmos Zsolnay dominieren das Keramik-Angebot. Hier besonders zu nennen ist eine Henkelvase mit Hummer des Keramikers Sandor Apati Abt (Kat.-Nr. 364, SP € 5.000 - 6.000) und ein Krug mit plastischem Blatthenkel von Lajos Mack (Kat.-Nr. 365, SP € 3.000 - 4.000).
Eine besondere Erwähnung verdient eine große Tischleuchte ‚Campanules‘ der Etablissements Gallé. Der wunderbare Gelb-Blau(grün)-Kontrast macht das Lichtobjekt besonders attraktiv, die Blüten der Glockenblumen treten durch Ätzung an der Innenseite fast plastisch hervor (Kat.-Nr. 128, SP € 5.000 - 7.000). Auch einige sehr frühe Arbeiten von Emile Gallé werden angeboten. Eine Bodenvase ‚Lys‘ von 1895 fällt besonders dadurch auf, dass ihr Dekor wie in Bernstein eingeschlossen wirkt. Die Feuerpolitur gibt der Vase noch einmal einen besonderen Glanz (Kat.-Nr. 86, SP € 3.000 - 5.000).
Emile Gallé ist in dieser Auktion auch mit einigen seltenen Möbelstücken vertreten, darunter eine sehr seltene Kommode ‚Berce de Prés‘, um 1902. Ihr Korpus ist aus Eschenholz gefertigt, die Zargen mit aufwendiger ‚Ombelles‘-Schnitzerei verziert. Über die zwei Schubladen streckt sich das Intarsienbild einer detailreichen Seenlandschaft mit Rispen des Bärenklaus im Vordergrund (Kat.-Nr. 306, SP € 8.000 - 12.000). Ein weiteres Beispiel des herausragenden Könnens der Ebenisten in der Werkstatt Gallé ist der Teetisch ‚Libellules‘. Drei plastische, aufrecht stehende Libellen bilden den Stand für die beiden sechs- bzw. dreipassigen Tischplatten, die in aufwendiger Marqueterie mit Seenlandschaften und Libellen verziert sind (Kat.-Nr. 303, SP € 20.000 - 24.000).
Seit Jahrzehnten gehören Arbeiten des belgischen Design-Genies Henry van de Velde zu den Grundpfeilern unserer Jugendstil-Art Déco-Auktionen. Das Modell des Schreibtisches, der im Juni angeboten wird, ist auf einem zeitgenössischen Foto im Arbeitszimmer des Mäzenen Karl-Ernst Osthaus im Haus Hohenhof zu sehen. Die rechteckige Kastenform auf segmentiertem Grundriss ist deutlich als Werk van de Veldes aus den Jahren 1907/08 zu erkennen (Kat.-Nr. 320, SP € 9.000 - 14.000). Wohl noch seltener ist das Papiermesser, das van de Velde bereits um 1899 für seine Schwester, Jeanne Biart, entworfen hatte. Im Gegensatz zu seinen späteren Papiermessern wählte Henry van de Velde hier eine versilberte Metallfassung, die bereits mit seinem - später ikonischen - Peitschenhiebmotiv verziert ist (Kat.-Nr. 474, SP € 6.000 - 8.000).. Weitere hochkarätige Objekte finden Sie onine auf unserer Webseite.