Auktion 151A

Bauhaus 101 und die Sammlung Florian Hufnagl

23. Juni 2020 um 15:00 MEZ


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Bauhaus 101 und die Sammlung Florian Hufnagl
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Das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses brachte viele bedeutende Werke auf den Kunstmarkt. Auch ein Jahr später werden weltbekannte Designs in unserer Auktion ‚Bauhaus 101‘ angeboten.

Wir beginnen am ersten Auktionstag, dem 23. Juni mit einigen Armlehnstühlen, die von den Vereinigten Werkstätten München ausgeführt wurden. Der Stuhl 'Haus Bocks’, den Bruno Paul um 1904/05 entwarf, ist mit seiner qualitätsvollen Ausführung aus Eichenholz und schwarzem Leder eines der Highlights dieser Auktion (Schätzpreis 5.500 – 7.500 €). Ihm folgen vier Armlehnstühle ‚Haus W. Otto’ von Richard Riemerschmid, aus dem Jahr 1898, von denen jeder einzeln für geschätzte 3.800 - 5.000 € aufgerufen wird.

Geradlinige Designs und funktionelle Einfachheit sind charakteristische Merkmale der beiden Armlehnsessel von Erich Dieckmann, die besonders spannende Highlights dieser Auktion sind. Wahre Klassiker der deutschen Stahlrohrmöbel, wurden die Modelle ‚8219’ (Schätzpreis 8.000 - 12.000 €) und ‚8239‘ (Schätzpreis 12.000 - 18.000€) 1931 entworfen, und von Cebaso, Ohrdruf, hergestellt. Beide Armlehnsessel sind mit kupferfarbenem Eisengarn aus der Zeit neu bezogen. Ein weiteres Highlight ist ein von Dieckmann entworfener Tisch, der die Funktionen eines Rauch-, Tee- oder Lesetisches erfüllen kann. Dieser seltene Tisch wurde an der Weimarer Bauhochschule aus Mahagoni ausgeführt, gehörte später zum Besitz einer ehemaligen Studentin am Bauhaus Dessau und wird nun für geschätzte 8.000 - 12.000 € angeboten.

Lichtobjekte des 2019 verstorbenen Lichtkünstlers Ingo Maurer werden ebenso in Rahmen der Auktion offeriert. Modelle wie ‚Iló Ilú’ (Schätzpreis 300 - 450 €), ‚Eclipse Ellipse‘ (Schätzpreis 1.000 - 1.300 €) oder ‚Uchiwa III‘ (Schätzpreis 600 - 800 €) spielen mit Schattenwirkung und erzeugen den unvergesslichen Eindruck zarter zerbrechlicher Lichtquellen.

Im zweiten Teil dieser Juni-Auktion präsentieren wir hochwertige Designobjekte und Kunstwerke aus der Privatsammlung von Professor Florian Hufnagl, von 1990 bis 2014 Leiter der Neuen Sammlung in München, der 2019 im Alter von 71 Jahren verstarb. Die Offerte bringt das perfekt durchdachte Arrangement seines Münchner Hauses zum Vorschein, dessen Atmosphäre Designklassiker wie Marcel Breuers ‚Wassily‘-Armlehnsessel (Schätzpreis 400 - 600 €) oder Beistelltische wie ‚E-97‘ (Schätzpreis 350 - 500 €) und ‚E-1027‚ (Schätzpreis 350 - 500 €) von Eileen Gray bestimmten. Florian Hufnagl hatte aber auch einen liebevollen Blick auf die stilleren Objekte des Kunsthandwerks wie die zwei kleinen Holzgefäße von Ernst Gamperl aus dem Jahr 2014 (Schätzpreis 1.000 - 2.000 €). Zu seinen Lieblingsdesignern gehörte neben anderen Konstantin Grcic, der mit drei farbenfrohen Beistelltischen ‚DIANA A‘, ‚DIANA C‘ und ‚DIANA F‘ (Schätzpreis jeweils 250 - 350 €) vertreten ist.