Los: 14

Alfred Arndt
Klappstuhl 'Volkshaus Probstzella', 1927/28

Alfred Arndt Schlosserei Itting, Propstzella

H. 91,5 x 41,5 x 53 cm. Schlosserei Itting, Propstzella 1927/28. Stahlrohr, verchromt, Sperrholz, schwarz gebeizt. Bez.: Prägestempel: Ideal-Platte und Fischsymbol; zwei Inventaraufkleber der Gemeinde Probstzella, Nummerierung 372.

"(...). Dieser Stuhl stammt aus dem 'Haus des Volkes' in Probstzella und war wahrscheinlich Bestandteil der Bestuhlung des 'Roten Saales'. Auf der Lehne ist links oben in weiß eine Sitznummerierung '9' aufgemalt und in der Mitte ein Aufkleber 'Rat der Gemeinde / Probstzella' mit Nummernangabe angebracht. Arndts Klappstuhl ist eine Weiterentwicklung von Breuers Modell, das unter der Typenbezeichnung B8 verkauft wurde. Lt. Mitteilung von Familie Arndt sollten diese im Haus des Volkes in großer Zahl aufgestellten Stühle vom Bauhaus gefertigt werden. Der geforderte Preis war aber dem Bauherrn Franz Itting zu hoch, so dass er sie in seiner eigenen kleinen Schlosserei herstellen ließ. (...)". Ausst.-Kat. bauhaus-möbel, Bauhaus-Archiv Berlin 2003, S. 331. "Zwischen 1926 und 1929 hielt sich Alfred Arndt hauptsächlich im thüringischen Probstzella auf, wo er im Auftrag des Unternehmers Franz Itting den Ausbau des „Haus des Volkes“ leitete. Die Innenausstattung des Gebäudes wurde von Arndt und anderen Bauhäuslern entworfen sowie teilweise in den Dessauer Werkstätten gefertigt. Der leichte Klappstuhl gehörte zum Inventar des "Roten Saals", in dem neben Versammlungen und Theater- bzw. Kinovorstellungen auch Tanzabende stattfanden." www.bauhauskooperation.de/wissen/das-bauhaus/werke/tischlerei/klappstuhl/

Schätzpreis: 9.000 € - 10.000 €

163A - Bauhaus 103
28. Juni 2022 um 14:00

Literatur:

Bauhaus Archiv Berlin, Der Bauhaus Meister Alfred Arndt, In der Vollendung liegt die Schönheit, Berlin 1999, Frontcover, S. 35; Hoffmann (Hrsg.), Von Arts and Crafts zum bauhaus, Berlin 2019, S. 352; Ausst.-Kat. bauhaus-möbel, Bauhaus-Archiv Berlin 2003 S. 245, S. 331.