Biografie
Fritz Köthe (1916–2005) gilt als maßgeblicher Vertreter der Pop-Art und des Fotorealismus in Deutschland. Nach Schulabbruch 1931 absolvierte er eine Malerlehre und studierte ab 1936 an der Höheren Graphischen Fachschule Berlin sowie in Leipzig, wo Kontakte zu Käthe Kollwitz und Otto Nagel seine expressiven Anfänge prägten. In der NS-Zeit arbeitet er als Gebrauchsgraphiker, flieht 1949 aus Ost-Berlin und widmet sich in Stuttgart und West-Berlin sozialkritischen Motiven mit düsteren Figuren.
In den 1960er Jahren entwickelte er, gefördert durch Carl Laszlo, hyperrealistische Collagen aus Werbebildern, Erotik und Technikmotiven, die er zu surrealen Kompositionen überführte – eine ironische Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft. Erste Erfolge erzielte er 1964 in der Galerie Pels-Leusden, 1968 folgte die Aufnahme in die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst.
Die 1970er und 1980er Jahre vertiefte Köthe in immer detaillierteren Serien wie „Fahrzeuge“ oder „Erotik und Technik“, 1979 zeigte die Neue Nationalgalerie Berlin eine Werkschau, internationale Anerkennung folgt durch Galerien in Köln und New York. Trotz finanzieller Engpässe blieb er bis ins hohe Alter in Berlin-Neukölln aktiv.
Objekte von Fritz Köthe
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
Fritz Köthe Edition Klaus Schober, Dietzungen; Druck DIETZ OFFIZIN, Lengmoos
'Sehen und Sagen', 1978
Zuschlag: 500 €