Los: 17

Eugen Spiro (Breslau, Schlesien 1874 - 1972 New York)
'Strand in der Bretagne', 1929 (Skizze)

Eugene Spiro

Öl auf Malpappe. 35 x 45,5 cm (Malpappe), 47,5 x 58,0 cm (gerahmt). Links unten sign.: Eugen Spiro und datiert 19(29) (Öl). Verso am linken Rand gestürzt bez.: SPI 46, verschiedene Etiketten, darunter das der Galerie von Abercron Köln - München und das der Kunstspedition Ollendorf Fine Arts New York und San Francisco. Eugen Spiro war ein Reisender: 1929 zog es ihn zunächst in die Bretagne, dann mit seinem Mäzen und Freund Hermann C. Starck nach New York. Sowohl an der Küste Frankreichs als auch in New York entstanden viele bedeutende Gemälde. Eugen Spiro liebte die französische Küstenlandschaft und ihr Licht. Der blaue Himmel, über den hier und da eine interessante Wolke ziehen konnte, das tiefblaue Meer, die Sonne inspirierten ihn zu großflächigen Kompositionen mit vielen Lichtreflexen, Schatten und Halbschattenpartien. Spiros Landschaften entstanden meist in Freilichtmalerei. Obwohl er natürlich aus der Phantasie heraus zu zeichnen und malen verstand, war ihm das Komponieren ohne Modell oder Motiv wesensfremd. Mitunter fertigte er in der Natur skizzenhaft Ölbilder oder Zeichnungen, die er später im Atelier lediglich zur Raumaufteilung komplexerer Kompositionen verwendete. Spiros Grundlage, so seine eigene Auffassung, war das Sehen: "Wenn Sie sehen können, können Sie auch malen. Vielleicht könnte ich Ihnen beibringen, richtiger zu sehen", so sein überlieferter Kommentar zu Menschen, die von sich behaupteten, sie hätten keine Begabung für die Malerei. Dass die vorliegende Strandszene für seinen kenntnisreichen Hagiographen einen ganz besonderen Stellenwert einnahm, belegt der Umstand, dass sie gleich zwei Mal, einmal groß als farbige, einmal kleiner als schwarz-weiße Abbildung in sein Werksverzeichnis aufgenommen wurde. Das Speditionsetikett der Ollendorf Fine Arts weist zudem darauf hin, dass Spiro das Gemälde in den USA ausgestellt hat.

Gut erhalten.

Zuschlag: 5.200 €

118B - Moderne Kunst
10. Dezember 2014 um 21:13

Literatur:

Von Abercron A- 29 -13. Provenienz: Deutsche Privatsammlung.