Auktion 145B

Design

26. Juni 2019 um 17:00 MESZ


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Zu der Auktion zu Internationalem Design am 26. Juni kommt hochkarätiges Design aus einem ganzen Jahrhundert zum Aufruf.

Gleich zu Beginn wird eine Reihe von Möbeln des italienischen Designers Ettore Zaccari angeboten: Die Anrichte, der Sofatisch, das Regal sowie die beiden Armlehnstühle stechen durch die orientalisierende Fassung in weiß auf dem schwarz lackierten Grund besonders hervor (Kat.-Nr. 185-188). Anders als seine Mailänder Zeitgenossen, verzichtet Ettore Zaccari in den 1910er Jahren auf verspielte Elemente wie Drechselarbeiten, Elfenbeinintarsien und Pergamentelemente. Die von ihm entworfenen Möbel sind robust und dennoch dekorativ, mit seinen orientalisierenden Dekorationen traf er genau den Geschmack der Mailänder Gesellschaft und ist damals wie heute gleichermaßen bei Sammlern begehrt.

Ein besonders seltenes Objekt, das mit Sicherheit die Aufmersamkeit die Aufmerksamkeit von Liebhabern des 60er Jahre Designs auf sich ziehen wird, ist der Schreibtisch ‚Diapason' von Marzio Cecchi (Kat.-Nr. 426) der mit € 8.000 zum Aufruf kommt. Ebenso der aus dickem Filz gemachte Sessel 'I feltri’ von 1986/87 von Gaetano Pesce (Kat.-Nr. 228; Aufrufpreis € 1.800) bei welchem der robuste untere Teil mit wärmehärtendem Harz imprägniert ist. Die Sitzfläche ist an der Struktur mit Hanfseilen befestigt, die auch den oberen Teil der Sitzfläche einfassen. Der Sessel ist das Ergebnis einer Forschungsarbeit und wurde mit einer speziell patentierten Technik aus dem Jahr 1987 hergestellt.

Skandinavisches Design ist diesmal mit zwei besonders schönen Sets von Armlehnstühlen des Dänen Hans J. Wegner vertreten. Bei den zwölf Exemplaren des ‚China Chair‘ (Kat.-Nr. 228; Aufrufpreis € 15.000) handelt es sich um eine Sonderausführung aus kubanischen Mahagoniholz die heute nicht mehr hergestellt wird. Das Modell des zweiten Sets Hans J. Wegner Stühle - ‚The Chair‘ (Kat.-Nr. 235; Aufrufpreis € 15.000) dürfte einigen aus der berühmten Fernsehdebatte von 1961 zwischen John F. Kennedy mit Richard Nixon bei CBS bekannt vorkommen. Ebenfalls von Wegner ist der Armlehnsessel ‚Papa Bear‘ (Kat.-Nr. 274). Seinen Namen verdankt dieser Sessel, der eigentlich unter der Nummer ‚AP 19‘ läuft einem Kritiker, der die Armlehnen, wie ein großer Bär der einen von hintern umarmt‘ beschrieb. Etwas weniger organisch und weit mehr futuristisch gibt sich der ‚Ball Chair‘ von Eero Aarnio (Kat.-Nr. 388). Produziert von Adelta Oy, Helsinki kommt die weiße Fiberglaskugel mit dem schwarzen Textilbezug mit € 2.300 zum Aufruf. Gleich zweimal in der Auktion ist die 'Starbrick'-Leuchte von Olafur Eliasson, ein Design von 2009. Die skulpturale Leuchte ist ein Lichtmodul und als Hänge-, Steh- und Tischleuchte einsetzbar. Derzeit nicht in Produktion sind die beiden Leuchten mit einem Aufrufpreis von je € 3.000 sehr verlockend angesetzt.

Liebhaber der Klassiker werden sich über die frühe Ausführung des Armlehnstuhls 'Plastic armchair - LAX' auf früher ‚X-base' freuen. Der zitronengelbe Stuhl zeichnet sich durch Miller / Zenith Aufkleber, grober Fiberglasstruktur, großen 'shockmounts' und eingegossener Glasfiberkordel aus (Kat.-Nr. 265; Aufrufpreis € 1.200) und ist ein echtes Sammlerstück.


Der zweite Auktionstag zum internationalen Design knüpfte nahtlos an den Erfolg des Vortags an, fast jedes zweite Los fand einen neuen Besitzer.

Hoch im Kurs waren vor allem ausgefallene Sitzgelegenheiten aus mehreren Jahrzehnten Designgeschichte, die oft erst nach spannenden Bietgefechten zugeschlagen wurden. Der royalblaue Armlehnsessel 'Peacock' von Dror Benshetrit wurde mit 2.500 EUR aufgerufen. Der Preis verdoppelte sich in Kürze, und letztendlich konnte sich ein entschlossener Telefonbieter das schöne Stück für einen Erlös von 6.250 EUR sichern. Frank Gehrys Armlehnsessel 'Cross Check' (Schätzpreis 900 – 1.200 EUR) fiel bereits einigen Besuchern während der Vorbesichtigung ins Auge, und so war auch hier ein reges Interesse zu erwarten. Der Sessel aus gebogenem Schichtholz geht für 4.250 EUR nach Italien. Gleich sechs Personen finden auf der Sofalandschaft 'Safari' der Gruppe Archizoom Associati Platz, die ein Bieter für 10.000 EUR erwarb.

Zu den Top-Losen der Auktion zählt auch der Schreibtisch 'Diapason' von Marzio Cecchi (Schätzpreis 8.000 – 10.000 EUR) der für 10.625 EUR einen neuen Besitzer in der Schweiz fand, sowie Serge Mouilles dreiarmige Bodenleuchte (Schätzpreis 5.000 – 6.000 EUR), die für 6.600 EUR in Deutschland bleibt.

Möbel und Leuchten namhafter Designer und Architekten sind eine lohnende und beständige Wertanlage, wie die Ergebnisse unserer Auktionen beweisen. Dabei bietet der Erwerb eines Designklassikers zudem einen ökologischen Mehrwert, gibt man den Liebhaberstücken doch stets ein zweites Leben.

Unverkauft gebliebene Objekte können bis zum 26. Juli im Rahmen des Nachverkaufs erworben werden.