Biografie

Line Vautrin gehört zu den eigenständigsten Gestalterinnen der französischen dekorativen Kunst des 20. Jahrhunderts. Als Autodidaktin entwickelte sie ein unverwechselbares Œuvre zwischen Schmuck und Objektkunst. Ihre Arbeiten verbinden handwerkliche Präzision mit einem ausgeprägten Sinn für Literatur, Wortspiele, Mythologie und visuelle Rätsel.

In Paris geboren, kam Vautrin früh mit dem Metallhandwerk in Berührung. Ihr Vater war Bronzegießer, in dessen Werkstatt sie sich bereits als Jugendliche Techniken wie Gießen, Ziselieren, Vergolden und Polieren aneignete. Anfang der 1930er Jahre begann sie, eigenen Schmuck zu entwerfen. Broschen, Gürtelspangen, Knöpfe und Dosen aus vergoldeter Bronze wurden zu kleinen Bildträgern, auf denen sie Figuren, Schriftzüge und Rebusse inszenierte. 1937 präsentierte sie ihre Arbeiten auf der Pariser Exposition Internationale und eröffnete kurz darauf ihre erste eigene Boutique.

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Objekte von Line Vautrin