Charlotte Perriand

1903 Paris  – 1999 ebd


Fast ein Jahrhundert prägte Perriand mit ihren lebensnahen Entwürfen das moderne Design. Im Studio von Le Corbusier, für den sie in den 1920er Jahren tätig war adaptierte sie die modernen Prinzipien von Funktionalität und einfachen Formen. Während ihres Aufenthaltes In Japan und Indochina in den 1940er Jahren beschäftigte sie sich mit den dortigen kunsthandwerklichen Traditionen, die großen Einfluss auf ihr Schaffen ausübten. 1946 kehrte sie zurück nach Paris und arbeitete erneut mit Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Georges Blanchon sowie mit Jean Prouvé zusammen. Neben privaten Auftraggebern, der Vertrieb von Möbeln erfolgte über die Pariser Galerie Steph Simon (ab 1956 bis 1974), arbeitete sie auch für staatliche Institutionen wie die Vereinten Nationen in Genf und große Unternehmen wie Air France. 

Viele ihrer Entwürfe dienen der Organisation des alltäglichen Lebens. Berühmt sind beispielsweise ihre Bücherregale, die sie ursprünglich für die Einrichtung von Studentenappartements entwarf. 1963 entwarf Charlotte Perriand darüber hinaus ein kleines Meisterwerk: eine Wandlampe für ihr Schlafzimmer in Méribel. Um zu verhindern, dass das Licht auch das Bett ihres Mannes anstrahlte, setzte sie vor die Glühbirne ein rechteckigen Flügel aus lackiertem Metall, dessen Position sich variieren lässt. Die Innenseite ist weiß, um das Licht zu reflektieren, die Wandseite wirkt wie Dekoration und ist in diversen Farben gestaltete worden.


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