Biografie
Die italienische Architektin, Möbel- und Lichtdesignerin Gae Aulenti, 1927 in Udine geboren, schloss 1954 ihr Architekturstudium in Mailand ab und gehört zu den wichtigsten weiblichen Stimmen in der italienischen und internationalen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Mitte der 1960er Jahren wurde sie mit der Gestaltung der neuen Olivetti Showrooms in Paris und in Buenos Aires beauftragt. Ausgangspunkt für die von Ihr gestaltete Inszenierung der Rechenmaschinen auf treppenartig ansteigenden Plateaus war die Idee einer Piazza.
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere wurde sie mit dem Umbau des ehemaligen Pariser Bahnhofs d’Orsay in ein Museum beauftragt (1980-1986). Es erfolgte 1982 die Neugestaltung der Innenräume des Musée d'Art Moderne im Centre Georges Pompidou in Paris sowie die Sanierung des Palazzo Grassi in Venedig. „Der Architekt“, sagte sie in einem Interview, „muss den Kontext lesen können, denn sehr oft liegen die Wurzeln verborgen und unter der Erde. Zu wissen, wie man sie erkennt und ans Licht bringt, ist die große Aufgabe der historischen Neuinterpretation eines Ortes.“
Mit ihrem Schwerpunkt auf Struktur in Verbindung mit formaler Eleganz trugen Aulentis Möbel- und Leuchtenentwürfe maßgeblich zum Ruhm des sogenannten italienischen Bel Design in den 1960er und 1970er Jahren bei. Ikonische Möbelentwürfe enstanden bereits in den 1960er Jahren. 1962 wurde der Schaukelstuhl „Sgarsul“ sowie 1964 die Stuhl-und Tischserie „Locus Solus“ von Poltronova herausgebracht. 1965 entwarf sie ihre berühmte Tischleuchte „Pipistrello“ für die Olivetti-Showrooms in Paris und Buenos Aires, die bis heute von Martinelli Luce in Serie produziert wird; mit diesem Unternehmen baute sie eine Zusammenarbeit auf, die 1967 mit der Produktion der Leuchte „Ruspa“ fortgesetzt wurde.
Aulenti entschied sich gegen einen erkennbaren persönlichen Stil oder ein „Markenzeichen“ – eine Entscheidung, die fast zu einem ideologischen Statement gegen den Trend zur Selbstinszenierung wurde. Die Eleganz ihre Entwürfe ist in einer Strenge verankert, die sich von jeder Form künstlerischer Eitelkeit distanziert.
Sie verstarb 2012 in Mailand. Ihr wurden bereits zahlreiche Einzelausstellungen gewidmet: 2022 zeigte das Vitra Museum in Weil am Rhein eine Retrospektive, 2025 war eine Retrospektive ihrer sechzigjährigen Karriere im Mailänder Triennale Museum zu sehen.
Objekte von Gae Aulenti
-
Gae Aulenti Vistosi, Vetreria, Murano
Tischleuchte 'Neverrino', 1970 (Entwurf)
Schätzpreis: 800 € - 900 €
Unverkauftes Objekt
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
Gae Aulenti Fontana Arte, Mailand / Milan
Tischleuchte 'Rimorchiatore', 1967 (Entwurf)
Zuschlag: 1.500 €
-
Verkauft
Gae Aulenti Martinelli Luce, Lucca
Zwei Tischleuchten 'Pipistrello', 1966 (Entwurf)
Zuschlag: 1.400 €
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft
-
Verkauft