Los: 822

Herbert Hamak (Obereschenbach/Unterfranken 1952 - lebt u. arbeitet in Hammelberg)
Ohne Titel (Zwei abstrakte Kompositionen), 2001

Herbert Hamak

Beide Pigment und Binder auf Leinwand. Je 30,0 x 8,0 x 25,0 cm. Je verso signiert: H. Hamak, datiert: 2001 und mit Maßen versehen (alles Bleistift).

Die Werke von Herbert Hamak bewegen sich auf einer spannenden Nahtstelle zwischen Malerei und Skulptur und vereinen in sich beide gestalterischen Prinzipien. Hamak erschafft sie aus einem aus Pigmenten mit Harz und Wachs gemischten Material, das in flüssigem Zustand auf der Oberfläche einer Leinwand ausgeformt wird. Die 'malerischen' Details werden oftmals durch zufällige Reaktionen bestimmt, etwa wenn beim Formungsprozess Blasen im Medium entstehen, sich während des Trockungsprozesses Verzerrungen bilden, sich Pigmentfarben in dem Materialgemisch unvorhergesehen verändern. Mit jeweils der gleichen Arbeitsmethode entstehen so immer unterschiedliche Ergebnisse. Hamak konzentriert sich auf die physischen Eigenschaften von Farben als Reflektoren von Licht, die er in das transluzente Material einschließt und sie mit dem umgebenden Licht interagieren und dieses in seine Gemälde eindringen lässt. Seine Arbeiten fanden bereits Eingang in viele internationale Museen, darunter das Museum Haus Lange in Krefeld, die Peggy Guggenheim Collection in Venedig, das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und andere institutionelle Sammlungen.

Zuschlag: 5.500 €

138C - Moderne Kunst
17. Mai 2018 um 15:00

Literatur:

Provenienz: Galerie Tanit, München; nach 2001 Privatsammlung München.