Emile Gallé
Beistelltisch 'Libellules', 1900

Sechspassige, leicht gemuldete Tischplatte mit Seenlandschaft mit fliegender Libelle auf drei Füßen in Form von aufwendig geschnitzten, plastischen Libellen. Eingepasste zweite, dreipassige, Platte mit Seerosendekor. H. 77 cm, Ø 66 cm. Nussbaum, Marqueterie in unterschiedlichen Hölzern. Sign.: E. Gallé mit Lothringer Kreuz (intarsiert).

Entwurf für die Weltausstellung in Paris 1900. Der Tisch wurde 2024 durch eine staatlich anerkannte und für öffentliche Museen tätige Restauratorin begutachtet, die konstatierte, dass es sich um die originale Fassung aus der Zeit handelt.

>> Literatur

Schätzpreis: 20.000 € - 24.000 €

182A - Jugendstil - Art Déco
16. Juni 2026 um 15:00 MESZ

Literatur:

Provenienz: Regierungsrat Dr. Jur. Eberhard Hörstel (1870 - 1932), der ehemalige Eigentümer der Villa "Salve Hospes" in Braunschweig (erbaut 1805-1808, heute Sitz des Kunstvereins Braunschweig). Er erwarb den Beistelltisch ‚Libellules’ von Emile Gallé Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Tochter, die Tänzerin und Schauspielerin Sonja Leströh (1909-1992), vermachte den Tisch, zusammen mit weiteren Objekten, ihrer Adoptivtochter, der Mutter der jetzigen Eigentümer.

Duncan, The Paris Salons Bd. III, Woodbridge 1996, S. 225; Kat. Nancy 1900, Münchner Stadtmuseum, Mainz 1980, S. 312 f.; Forster/Panchaud, Radikal schön, Jugendstil und Symbolismus, Wiesbaden 2019, S. 489, M 30.