Los: 62

Bauhaus (Umkreis)
Christbaumschmuck, um 1929/30

Bauhaus (Umkreis)

18-teilig. H. 3,2-7 cm. Holz, größtenteils in geometrischen Formen gearbeitet, teilweise gedrechselt, auf Baumwollgarn aufgefädelt, verschiedenfarbig gefasst.

Die Formen erinnern an die Kostümentwürfe Oskar Schlemmers für das triadische Ballet.

Zuschlag: 5.500 €

145A - 100 Jahre Bauhaus
25. Juni 2019 um 17:00

Literatur:

Dieser Christbaumschmuck stammt aus derselben Quelle wie der 'Lattenstuhl ti 1a' (Kat. Nr. 7). Erworben wurden die Teile um 1929/30 von dem Großvater des Einlieferers. Der Großvater, ein Architekt aus dem Kölner Raum, war ein begeisterter Anhänger der Bauhaus-Ideen und bemühte sich daher, direkt am Bauhaus Produkte zu erwerben. Ob die Holzanhänger direkt am Bauhaus entstanden sind und dort gekauft wurden, ist nicht gesichert. Aufgrund der Formensprache und der verwendeten Materialien ist die Nähe zu anderen am Bauhaus entstandenen Objekten aus Holz jedoch durchaus ersichtlich (vgl. Oskar Schlemmer, Alma Siedhoff-Buscher, Eberhard Schrammen). Belege zu weihnachtlichen Traditionen am Bauhaus gibt es einige wie zum Beispiel einen Brief von Gunta Stölzl, datiert Ende 1919, in dem sie von 'unsagbar schönen' Weihnachten und der 'Dada-Bude auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt von Weimar' berichtet.