Wilhelm Lehmbruck (1881 Duisburg - 1919 Berlin)
Skulptur 'Kleiner weiblicher Torso (Hagener Torso)', circa 1910/11 (wohl späterer Guss)

Mineralischer Hohlguss. H. 69,8 x 24,5 x 22,7 cm, Gewicht 9,90 kg. Verso oben am Sockel unter dem linken Bein signiert: LEHM...[BRUCK] (tlw. nicht mehr lesbar).

Provenienz: Nachlass Prof. Konrad Leverkusen/Burscheid; circa 2005 von Vorgenannten erworben, seither Privatsammlung Norddeutschland.

Im Zentrum von Wilhelm Lehmbrucks Schaffen steht die menschliche Gestalt, für die er eine unverwechselbare, zwischen naturalistischer Beobachtung und expressionistischer Formfindung angesiedelte Bildsprache entwickelte. Beim um 1911/12 geschaffenen 'Kleinen weiblichen Torso' wird die Fragmentierung des Körpers selbst zum künstlerischen Ausdrucksmittel – eine Auffassung, die sowohl an antike Bildwerke als auch an die moderne Skulptur Auguste Rodins anknüpft. Die heute gebräuchliche Bezeichnung 'Hagener Torso' verweist auf Karl Ernst Osthaus, den Gründer des Folkwang Museums in Hagen, der 1912 eine Ausführung in Steinguss für seine Sammlung erwarb.

>> Literatur

Schätzpreis: 8.000 € - 12.000 €

183C - Moderne Kunst
14. Oktober 2026 um 17:30 MESZ

Literatur:

Vgl. WVZ Schubert, Worms 2001, Nr. 56 (andere Exemplare).