Danese

Der Name steht nicht allein für die Erfolgsgeschichte einer italienischen Designfirma. Die beiden Gründer Jacqueline Vodoz ( 1921-2005) und Bruno Danese (1930 – 2016) boten mit ihrer unvergleichlichen Offenheit und Freiheit im Denken Künstlern und Designern wie Bruno Munari und Enzo Mari und anderen, die Möglichkeit, utopische Kunstentwürfe und Designprojekte, deren wirtschaftlicher Erfolg in ihrer Entstehungszeit keineswegs sicher erschien, in die Realität umzusetzen. Von Anfang gehörte zu den wesentlichen Maximen der Danese-Philosophie, neben den ideellen didaktischen und sozialen Bestrebungen, die kindliche Freude am Spielerischen und das Amüsement an der Mehrdeutigkeit, die sich auf den folgenden Seiten auch in vielen Gebrauchsgegenständen wie beispielsweise der Obstschale ‚Atollo’ oder dem Aschenbecher ‚Cubo’ manifestieren – sie sind funktional gelungen, aber genauso gut könnten sie als Kunstobjekte betrachtet werden. 

„Liebe und Sorgfalt bei der Wahl der Dinge, mit denen man sich umgibt, sind Ausdruck von Kultur“

1955 gründete Bruno Danese mit dem Keramiker Franco Meneguzzo die Firma DEM für Objekte aus Keramik. 1957 folgte die Gründung von Danese, gemeinsam mit seiner Frau, der Fotografin Jacqueline Vodoz. Die Begegnung mit den beiden Künstlern Bruno Munari und Enzo Mari prägte die Firmengeschichte. Mit den beiden Künstlern verband Danese und Vodoz eine intellektuelle Freundschaft, die die Basis bildete für eine über dreißig Jahre andauernde erfolgreiche Zusammenarbeit. Mari und Munari brachten bei Danese einige bedeutende Kunsteditionen heraus. Produktdesign betrachteten beide als künstlerische Herausforderung und nicht als lukratives Business. Ihr Ziel bei allen Entwürfen bestand darin, künstlerische Qualität in alltäglichen Gebrauchsgegenständen zum Vorschein zu bringen und bei der Herstellung möglichst einfache und kostengünstige Produktionswege zu ermitteln, um ihre Entwürfe einer breiten Masse verfügbar zu machen.

Bruno Danese und Jacqueline Vodoz kommunizierten mit den Künstlern und Designern, überwachten die Produktion, finanzierten und kümmerten sich um die Vermarktung und organisierten viel beachtete Ausstellungen in ihren Mailänder Galerieräumen. So entstanden Kunsteditionen, Kinderspiele sowie eine vielseitige Produktpalette vom Aschenbecher bis zum Salzstreuer, die aufgrund ihrer klar durchdachten, präzisen Formen, ihrer Funktionalität und ihrer teilweise innovativen Herstellungsmethoden zu bedeutenden Beispielen der Kunst und des Design des 20. Jahrhunderts zählen.

Weitere Sammler-Themen

Aalto, Alvar (1898 - 1976)
Albini, Franco
The Marie and David Cooper Collection of Fine Art Deco Sculpture
Arteluce
B.B.P.R.
Barovier, Ercole
Bellini, Mario
Brandt, Marianne
Chapo, Pierre
Chiparus, Demètre H.
Chryselephantin Skulpturen
Fornasetti, Piero (1913-1988)
Gambone, Bruno (geb. 1936)
'Intercalaire' - Malerei zwischen den Schichten
Jakobsson, Hans-Agne (1919 - 2009)
Knoll International
Künstlerpostkarten Heckel, Schmidt-Rottluff, Radziwill
Lalique, René (1860-1945)
Mari, Enzo
Martinuzzi, Napoleone (1882-1977)
Müller, Renate (geb. 1945)
Munari, Bruno
Pâte de verre
Perriand, Charlotte
Ponti, Gio (1891-1979)
Preiss, Ferdinand
Primavera-Glas
Das Rozenburger Eierschalenporzellan
Sarfatti, Gino (1912-1985)
Scarpa, Carlo
Sottsass, Ettore (1917-2009)
Tiffany, Louis Comfort (1848 – 1933)
Van de Velde, Henry (1863-1957)