Moderne Kunst

Nachbericht

Von den 160 Losen der Klassischen Moderne und Kunst nach 1945 waren die zwei Postkarten von Karl Schmidt-Rottluff und die beiden abstrakten Kompositionen des polnischen Allround-Künstler Tadeusz Kantor die gefragtesten Lose.

Ein deutscher professioneller Telefonbieter konnte sich mit seinen Geboten für die beiden Postkarten von Karl Schmidt-Rottluff gegen einen deutschen Privatsammler durchsetzen. Beide Karten hatte der Brücke-Künstler in den Jahren 1921 und 1922 als Sommer-Grüße an den Maler des deutschen Impressionismus Curt Herrmann geschrieben. Curt Herrmann war Gründungsmitglied der Berliner Sezession und hatte seit 1900 jüngere Künstler gefördert, darunter auch die Mitglieder der Künstlervereinigung „Brücke“. Curt Herrmann und Karl Schmidt-Rottluff verband eine innige Freundschaft, von der die Postkarten in der Auktion beredtes Zeugnis gaben. Bei 26.000 (Los Nr. 37, Taxe 25.000-30.000 Euro) und bei 32.000 Euro (Los 38, Taxe 25.000-30.000 Euro) ging für sie der Hammer nieder.

Die marktfrischen abstrakten Gemälde von Tadeusz Kantor, beide entstanden im Jahr 1964, überzeugten die sachkundigen Sammler in Polen, dem Geburtsland des Künstlers. Sie befanden sich ab dem Zeitpunkt ihrer Entstehung bis zur Auktion in Privatbesitz und erzielten einen Hammerpreis von 20.000 und 21.000 Euro (Los Nrn. 94 und 95, Taxen 22.000-24.000 Euro). Beide Zuschläge sind bislang mit Abstand die höchsten für diesen Künstler in deutschen Auktionen. Eine weitere polnische Abstraktion stammte von Thomas Tatarczyk, entstanden in den 1990er-Jahren. Bei 15.000 Euro notierte Askan Quittenbaum den Zuschlag für diese großformatige Komposition (Los 131, Taxe 15.000-20.000 Euro).

Auch ausgesuchte Editionen von Shirin Neshat, Günther Uecker, Victor Vasarely und Andy Warhol erfreuten sich guter Nachfrage.

Ergebnisliste

Nachverkauf

Bis zum 23. Juni können unverkaufte Objekte im Nachverkauf erworben werden.