Jugendstil - Art Déco

Skulpturen - Keramik - Metall - Silber - Schmuck - Möbel

Nachbericht

Die Damen der Wiener Werkstätte im Zentrum des Interesses

Wir freuen uns sehr über eine gelungene Jugendstil/Art Déco-Auktion. Dieses Mal waren es Skulpturen, aus Bronze und aus Keramik, sowie eine Anzahl an Möbelstücken, die uns mit einem Umsatz von insgesamt rund EUR 760.000 eine der erfolgreichsten Auktionen der letzten Jahre bescherten.

Schon bei der Annahme der über Jahre liebevoll zusammengetragenen Sammlung von den rund 20 figürlichen Keramiken der Damen der Wiener Werkstätte waren wir restlos begeistert! Um so mehr freut es uns, dass wir diese Kollektion dann auch vollständig verkaufen konnten. Vally Wieselthier war mit gleich vier Arbeiten vertreten, die auch die höchsten Zuschläge der Auswahl erhielten. Zwei Privatsammler teilten die drei Köpfe und die stehende Figur in heftigen Bietgefechten unter sich auf. Die 'Phyllis' von 1919 (488), bei moderaten 1.000 EURO angesetzt, ging schliesslich für 21.000 EURO in die Schweiz, der selbe Sammler konnte sich auch die folgende Nummer, den Kopf mit lockigem Haar, für gleich 25.000 EURO sichern (489, SP 2.500 – 3.000).

Bei den Bronzen sorgte Ferdinand Preiss' 'Frühlingssonne' für Furore. Die unbekleidete junge Frau aus vergoldeter Bronze, die sich der Sonne entgegen reckt, übertraf ihren Schätzpreis bei weitem und wurde schlussendlich für 32.000 EURO an einen deutschen Sammler verkauft (462).

Auch die Möbel von Louis Majorelle waren höchst begehrt. Gleich drei seiner Vitrinen waren heiß umkämpft. Der höchste Zuschlag ging dabei an die extrem seltene Ausstellungsvitrine mit geschnitzten Beinen von 1903 und wird nun für 30.000 EURO Teil einer deutschen Sammlung (787).

Das französische Jugendstil-Glas wurde wie immer gut beboten, wobei sich die sonst führenden Protagonisten Daum Frères und Emile Gallé diesmal die Aufmerksamkeit mit Pâte de Verre-Objekten bzw. den Arbeiten der Verreries Schneider teilen mussten. Eine seltene Tischleuchte mit Schachbrettdekor von Schneider (293) wurde, genauso wie eine Schale von François Décorchemont (195), für 6.000 EURO zugeschlagen.

Weitere schöne Ergebnisse lieferten Emile Gallés Eule von 1889, die von 4.000 EURO auf 14.000 EURO hochkletterte (474), eine Hängeleuchte aus Wien, um 1905, die, mit 1.200 EURO aufgerufen, bei 3.300 EURO zugeschlagen wurde (663) und eine Deckeldose, die wir nach Drucklegung des Kataloges noch der polnischen Entwerferin Julia Keilowa zuschreiben konnten. Bei 900 EURO angesetzt, wurde sie von Kunden an mehreren Telefonen auf 2.000 EURO hochgesteigert (636). Beim Schmuck wäre ein Stück von Félix Rasumny zu nennen; der beidseitig dekorierte Anhänger aus Gold geht nun für 2.300 EURO an einen Münchner Sammler (699, EUR 800 – 1.000)

Die spezielle Lalique-Auktion war ebenfalls gut beboten, der höchste Zuschlag hier ging mit 7.200 EURO an die seltene Tischleuchte 'Six Danseuses' von 1931 (42).

Weitere schöne Objekte sind noch bis zum 18. Dezember in unserem Nachverkauf zu erwerben.