Los: 13

Margit Téry-Adler (zugeschrieben)
Beistelltisch mit in der Tischplatte eingerahmter Vorkursarbeit, um 1921

Margit Téry-Adler (zugeschrieben) Bauhaus-Tischlerei (zugeschrieben)

H. 66 x 43 x 43 cm. Bauhaus-Tischlerei, Weimar (zugeschrieben). Holz, lachsrosa gefasst, teilweise gedrechselt; farbloses Glas, geschliffen, Messingbeschläge, geschraubt. Unterseite bez.: HWP 82.

Bei der Grafik unter Glas (40 x 39,7 cm) handelt sich um eine Fotokopie. Das Original liegt ungerahmt bei: 39,8 x 39,8 cm, Aquarell über Bleistift auf gelblichem Papier, schwarz und rot, bez.: Monogramm TA; verso: Skizze eines liegenden Hundes, Rötelzeichnung. Bez.: Monogramm TA Vorkurs Itten (Bleistift), Inventarnummer (Bleistift); außerdem ist eine weitere Grafik dabei, 39 x 39,5 cm, Siebdruck, mehrfarbig, verso bez: Inventarnummer (Bleistift). Der Tisch befand sich als Dauerleihgabe in der Klassik Stiftung Weimar und war dort, im alten Bauhausmuseum, für lange Zeit an prominenter Stelle ausgestellt. Mit Zustandsprotokollen für Zeichnung und Tisch von der Klassik Stiftung Weimar.

Schätzpreis: 5.000 € - 8.000 €

163A - Bauhaus 103
28. Juni 2022 um 14:00

Literatur:

Margit Téry-Adler (Margit Buschmann) (Gyulafehérvár, Ungarn, heute Alba Julia Rumänien, 1892 - 1977 Berlin) studierte 1916/17 an der privaten Kunstschule von Johannes Itten in Wien, wo sie Friedl Dicker und Franz Singer kennen lernte. Sie und ihre Freunde folgten Itten an das neugegründete Bauhaus in Weimar, wo sie den Vorkurs besuchten. Téry-Adlers bekanntestes Werk ist die Umschlaggestaltung der nur einmal veröffentlichten Ausgabe der Zeitschrift "Utopia", die sie zusammen mit ihrem späteren Mann Bruno Adler herausgab. Als dem Widerstand nahestehende Jüdin entgingen sie und ihr zweiter Mann Hugo Buschmann nur knapp dem drohenden Tod im Konzentrationslager. Nach dem zweiten Weltkrieg war sie in der Werbeabteilung eines Industrieunternehmens mit Sitz in Berlin angestellt. Erst 1962 widmete sie sich wieder ausschließlich der Kunst. Bauhaus-Archiv (Hrsg.), Das A und O des Bauhauses, Leipzig 1995, S. 328.