Design

Vorbericht

Am Mittwoch, den 19. Februar geht unsere Auktionswoche weiter mit dem Internationalen Design. Wie schon am Vortag, kommen auch hier rund 270 Objekte namhafter Designer zum Aufruf, die auf der ganzen Welt zuhause sind.

Holland, USA und Deutschland sind in dieser Auswahl am stärksten vertreten. Seit den 2000er Jahren steht das holländische Design wieder im Vordergrund. Die teilweise verspielten Entwürfe der Gruppe Droog, die Entwerfer um die Firma Moooi herum und auch einzelne Designer wie Hella Jongerius haben eine internationale Fangemeinde. So zum Beispiel Nils van Eijk und Miriam van der Lubbes monumentaler Tisch 'Godogan' für Droog aus dem Jahr 2006. Von den 20 geplanten Exemplaren wurden wohl nur sechs ausgeführt. Sie wurden in Indonesien handgeschnitzt. So verwundert es auch nicht, dass das Motiv einem indonesischen Märchen entlehnt ist. Der Tisch wird nun zwischen EUR 9.500 – 13.000 aufgerufen.

Isamu Noguchi, der in Brooklyn lebte, ist mit zwei seiner 'Rocking stools' und einem 'Cyclone'-Tisch präsent. Der Beistelltisch, um 1955, in einer Ausführung von Knoll, wird für EUR 3.500 – 5.000 angeboten. Der Brite Tom Dixon ist mit mehreren Stuhlentwürfen vertreten, ungewöhnlich ist jedoch seine Bodenleuchte 'Chain', die er um 1984 für Tronconi, Corsico entwarf. Die Leuchte besticht durch ihre perlmuttartige, holographisch anmutende Oberfläche aus PVC. Sie ist auf EUR 2.700 – 3.600 geschätzt. Sebastian Wrong, einer der jüngeren britischen Designer, entwarf sein Prototyp-Regal 'Perspective', 2013, für die Ausstellung '7 Studies', bei der Galerie Jörg Schellmann, München im selben Jahr. Nun ist es für EUR 2.500 – 3.500 im Angebot.

Im deutschen Design freuen wir uns über mehrere seltene Stücke. Neben einigen Möbelstücken von einem der bekanntesten Designer der deutschen Nachkriegszeit, Egon Eiermann, ist es vor allen Dingen ein Set von vier Stapelstühlen und dem seltenen, dazugehörigen Tisch, das Frei Otto 1967 für die Weltausstellung in Montreal, entwarf. Die Einrichtung kann nun für EUR 4.000 – 5.000 erworben werden. Besonderes Augenmerk gilt aber den beiden Stahlrohrsesseln, die Erich Dieckmann 1930 für die Firma Cebaso, Ohrdruf entwarf. Die Authentizität der beiden Sessel aus vernickeltem Stahlrohr und Rohrgeflecht ist vom Bauhausarchiv Berlin 2016 bestätigt worden. Der Schätzpreis für das Paar liegt bei EUR 25.000 – 35.000.