Auktion Schools of Design

Nachbericht

Vor allem Henry van de Velde hat dem Haus große Preissteigerungen eingebracht. Die 20 Besteckteile, die auf € 20.000 geschätzt waren wurden am Ende in der Summe für € 77.000 an unterschiedliche Privatsammler verkauft. Ebenfalls im Bereich des Jugendstils wurde der vollständige Hochzeitszug von Adolph Amberg in großen Teilen verkauft. Hier war die seltene ‚Knieende Kaukasierin‘ besonders hoch im Kurs - bei € 3.000 aufgerufen erlöste sie am Ende € 14.500.

Eine besondere Offerte von seltenen Objekten der Wiener Werkstätte hat auch viele internationale Sammler angelockt. Hier wurde Josef Hoffmanns 'Stehlampe groß' von 1910 von € 6.000 auf knapp € 19.000 gesteigert.

Die hohen Ergebnisse für Objekte aus der Bauhaus-Zeit konnte das Haus bereits im Juni zur Sonderauktion ‚100 Jahre Bauhaus‘ einfahren. Allerdings sorgte die kleine Privatsammlung des Architekten Emil Bruhn für einige bemerkenswerte Ergebnisse. Eine fünfteilige Sitzgruppe von Ludwig Mies van der Rohe erlöste gut € 21.000 und die Publikation ‚Gefesselter Blick‘ von Heinz und Bodo Rasch war einem Sammler knapp € 8.000 wert (Aufruf € 300).

Parallel zum Bauhaus entstanden ganz andere Design-Objekte, die im Kunstmarkt bisher noch wenig Beachtung fanden. Anthroposophisches Design aus dem Umkreis von Rudolf Steiner war ein eigenes Kapitel in der Auktion gewidmet. Hier wurden fast alle angebotenen Möbel, Leuchten und kunsthandwerklichen Objekte verkauft - ein Schreibtisch erlöste € 4.500.

Ein Trend hat sich auch wieder bestätigt - das Design der 70er und 80er Jahre ist sehr gefragt - so gab es gute Steigerungen für Kunststoffmobiliar: die zwei Floris-Stühle von Günter Beltzig (€ 12.500) und Peter Shires Memphis-Sessel 'Bel-Air'-Sessel (€ 13.200).

(Die genannten Preise verstehen sich inkl. Aufgeld / MwSt.)