Internationales Design

Vorbericht

Zum Auftakt der Herbstsaison bieten wir eine Reihe der 'Best Ofs' des internationalen Designs. Unter den Objekten befinden sich besondere Stücke skandinavischer Designer. So ein sehr schöner Esstisch mit sechs Stühlen von Finn Juhl (Los 464), dem Mann der das Danish Modern in Amerika bekannt machte. Das Set aus Palisanderholz ist mittlerweile auf dem Markt selten und kommt mit Cites-Zertifikat. Weiter geht es im Bereich skandinavisches Design mit Hans J. Wegner: die 1949 entworfenen Armlehnsessel 'CH 27' (Los 465) werden mit 4.000 EUR aufgerufen, zwei Klappsessel 'JH-512' - 'X-chair' (Los 466), ebenfalls entworfen 1949 beginnen bei 6.000 EUR.

Liebhaber des niederländischen Designs werden sich über das seltene Stück '2Loveseat' von Richard Hutten (Los 680) freuen: Das kleine Sofa für zwei Personen mit einem Aufrufpreis von 5.000 EUR wurde insgesamt nur 3 Mal hergestellt, wovon eines im Gemeente Museums in Den Haag steht.

Ein Trio von Sitzmöbeln des kanadisch/amerikanischen Architekten und Designers Frank Owen Gehry bilden die Losnummern 654, 655 und 685. Der Stuhl 'Wiggle Side Chair', Aufruf bei 700 EUR, aus der Serie 'Easy Edges' wird gefolgt von dem Sessel 'Skinny Beaver', Aufruf bei 3.000 EUR aus der Serie 'Experimental Edges'. Das Konzept der beiden Sitzmöbel, beide aus verleimter Wellpappe, scheint denkbar einfach und dennochmit der Sorgfalt eines Architekten designt. Sie sind gleichermaßen bequem und robust. Als Drittes reiht sich der 'Slanted Side Chair', Aufruf bei 3.000 EUR, in die Reihe der Gehry Möbel ein: Eine erste Ausführung entstand für die Serie 'Easy Edges' - in der Auktion wird eine Version aus Beton angeboten, die mit einer Plakette des Viitra Design Museums versehen ist, in dessen Ausstellung ‚Frank Gehry‘ der Stuhl 2011 gezeigt wurde.

Fast ein ganzes Kapitel (Lose 556-569) kann dem Franzosen Roger Capron gewidmet werden, der 1954 für seine Entwürfe die Goldmedallie der Mailänder Triennale gewann: Seine fröhlichen Steingut-Objekte bringen einen Hauch des französischen Sommers mit. Seine Karaffen und Krüge sind zu Sammelobjekten avanciert und werden mit Aufrufpreisen ab 300 EUR sicherlich viele Interessenten locken.

Minimalisten möchten wir insbesondere auf den 'Loop Chair' von Maarten van Severen aufmerksam machen (Los 678). Mit dem Ansatz, seine Entwürfe so lange zu reduzieren und perfektionieren, bis nur noch das allernötigste vorhanden war, besteht der Stuhl aus einem flachen Aluminiumband, das von zwei Gummi-Abstandhaltern getragen wird. Ein Exemplar befindet sich im V&A in London und gehört in jede erlesene Designsammlung. Der 'Loop Chair' wird mit 3.000 EUR aufgerufen.