Auktion Internationales Design

Nachbericht

Internationales Design

In der Auktion Internationales Design waren vor allem die Objekte aus den 1960ern des französischen Architekten und Entwerfers Pierre Chapo sehr gefragt. Das Bücherregal ‚B17B‘ (Kat.-Nr. 779) stieg vom Schätzwert €5.000 auf €11.000 bis es letztendlich zugeschlagen wurde. Auch die weiteren Möbel von Pierre Chapo, wie zum Beispiel der Armlehnstuhl ‚S10‘ (Kat.-Nr. 780), die sechs Stühle ‚S11‘ (Kat.-Nr. 782) und das Sideboard ‚R08’ (Kat.-Nr. 785) konnten weit über dem Schätzpreis versteigert werden.

Gleich im Anschluss wechselte die Kommode 'Revolving Cabinet' - 'PC/15', 1970 des japanischen Designers Shiro Kuramata (Kat.-Nr. 786) für €3.000 den Besitzer.

Ein heißes Bietergefecht entspann sich um einen Kerzenleuchter nach Rudolf Steiner (Kat.-Nr.659) der schließlich für das Fünffache seines Schätzpreises zu €3.000 an einen Sammler aus Großbritannien zugeschlagen wurde.

Sesselpaare waren bei dieser Auktion besonders beliebt: eine Londoner Galerie ersteigerte gleich drei davon, darunter zwei Armlehnsessel ‚Rauma Repola‘ des finnischen Designers Ilmari Tapiovaara, datiert um 1955 (Kat.-Nr. 717), für €4.200. Die beiden anderen Sesselpaare sind beide von tschechischen Designern (Kat.-Nr. 672 zu €3.800 und Kat.-Nr. 690 zu €3.200). Kann dies ein Zufall sein? Da beide Paare weit über dem Schätzpreis verkauft wurden, lässt sich vielleicht auch die Wiederentdeckung des tschechisches Design erkennen.

Bei den skandinavischen Leuchten erfreut sich die ‚Ring-Leuchte‘ für die ‚Visiona 2’ des Dänen Verner Panton (Kat.-Nr.778) nach wie vor großer Beliebtheit und konnte für €2.600 verkauft werden. Auch der finnische Designer Pavo Tynell bleibt beliebt: bei seiner Stehleuchte ‚Hotel Vaakuna Helsinki‘ (Kat.-Nr.678) kletterten die Gebote von €3.000 auf €4.600.

Besonders erwähnenswert ist der ‚Fächermann’ (Kat.-Nr. 797) des Schweizer Designerduos Susi und Ueli Berger: dieser ist in Auktionen besonders selten zu finden, da er nur noch auf Sonderwunsch angefertigt wird. Ab Werk kostet er €4.000 - der Käufer konnte sich somit bei einem Zuschlag von €2.200 über ein wahres Schnäppchen freuen.