News

22.05.2012

Ausstellungsempfehlung im Vitra Design Museum

'Gerrit Rietveld - Die Revolution des Raumes'
17. Mai 2012 bis 16. September 2012
weiter

05.05.2012

... aus dem Nachlass von Franz Hart

Möbel des Münchner Architekten.
weiter

Kunst schätzen

Lassen Sie Ihre Kunstwerke durch unsere Experten bewerten – vertraulich und natürlich kostenlos.

weiter

Malerei zwischen den Glasschichten - 'Intercalaire'

Eugène Kremer aus Meisenthal entwickelte um 1890 wohl in Zusammenarbeit mit Emile Gallé eine neue Art der Glasdekoration. Diese Technik der Malerei zwischen den Glasschichten wurde am 21. Februar 1896 in Berlin und ein knappes Jahr später, am 23. März 1897 in Paris zum Patent angemeldet. Kurz vor 1900 meldeten die Gebrüder Daum eine verwandte Dekorationsart an, ‚Décoration intercalaire’ bzw. ‚Verreries de grand feu sous couverte’, die großen Erfolg auf der Pariser Weltausstellung hatten.
 

Im Bereich der Keramik war die Scharffeuermalerei nichts neues, die Schwierigkeit bestand wahrscheinlich in der Übertragung des Verfahrens auf das andere Material. Vor dem Malen mit Emailfarben musste das Glasgefäß vollständig abgekühlt sein. Nach der Malerei mit unterschiedlichen Emaillen wurde das Gefäß wiederholt überfangen und abermals in den Ofen getaucht. Diese wiederholte Erhitzung und Abkühlung des Glaskörpers bedeutete eine extreme Schwierigkeit in der Ausführung, die wohl dazu führte, daß das Verfahren in der Werkstätte der Gebrüder Daum nur wenige Jahre zur Ausführung gelangte und anscheinend um 1904 aufgegeben wurde.

 

In dieser Auktion sind mehrere Vasen der Glashütte Burgun, Schverer & Co., sowie eine 'Intercalaire'-Vase der Brüder Daum, die dem Sammler eine seltene Gelegenheit bieten, die unterschiedlichen Techniken und Ergebnisse zu vergleichen.

 

 

 

Neuere Literatur Christophe Bardin, Daum Une industrie d’art lorraine, Metz 2004, S. 206-208
Ausst.-Kat. Meisenthal, Berceau du verre art nouveau, Meisenthal 1999 Ricke/ Schmitt, Glas des Art Nouveau,
Die Sammlung Gerda Koepff, München 1998