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05.05.2012

... aus dem Nachlass von Franz Hart

Möbel des Münchner Architekten.
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01.05.2012

Neues Buch: 'Murano: Die Klassiker des italienischen Glasdesigns'

herausgegeben unter Mitarbeit unserer Experten.
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77. Auktion: Jugendstil - Art Déco

77. Auktion am 21. Oktober 2008
Jugendstil & Art Déco

Nachverkauf bis 21. November 2008
 

Nachbericht

'Lötz - eine westdeutsche Privatsammlung' und 'Jugendstil - Art Déco'

Gute Provenienzen garantieren hohe Zuschläge und gute Verkaufsquoten! So wurde die in über dreißig Jahren zusammengetragene qualitätvolle westdeutsche Privatsammlung mit Gläsern der Manufaktur Lötz mit einer Verkaufsquote nach Schätzpreisen von 115%, nach Losen von 75% belohnt. Die Sammlung spielte gut 180.000 Euro brutto ein. Höchster Zuschlag und höchste Steigerung erzielte die 'Cytisus'-Vase mit gedrehten Henkeln aus dem Jahr 1902, die von € 9.000 auf € 23.000 kletterte und nun in eine Münchner Privatsammlung geht. Zahlreiche Bietgefechte und ein vollbesetzter Saal bestätigten die Erwartungen des Auktionators. Statt der veranschlagten 45 Minuten wurde die letzte der 88 Positionen Lötz-Glas erst nach eineinhalb Stunden zugeschlagen. Privatsammlungen haben Hochkonjunktur, das zeigen auch die vergangenen Auktionen: Ende 2007 wurde eine hochkarätige Jugendstil-Sammlung bei Quittenbaum mit großem Erfolg versteigert, Anfang 2008 stießen zwei Privatkollektionen aus den Bereichen Murano-Glas und Afrikanische Kunst auf großes Interesse.

In der regulären Auktion reüssierten beim eingangs aufgerufenen französischen Glas vor allem wieder Arbeiten in 'Pâte-de-Verre' wie beispielsweise die farbenfrohe Vase 'Gerbera' von Gabriel Argy-Rousseau für € 7.000 und eine von ihm entworfene Henkelschale für € 4.000 - beide Objekte steigerte ein westdeutscher Sammler. Miniaturvasen der Gebrüder Daum aus Nancy waren ebenfalls sehr erfolgreich - eine Vase mit Winterlandschaft und Raben kletterte von € 2.400 auf € 4.000 und ziert in Zukunft eine italienische Privatsammlung. Bei der Offerte von Vasen aus dem Hause Gallé wurden zahlreiche Vasen in der beliebten Farbkombination rot und gelb zwischen € 2.000 und 4.000 zugeschlagen. Die angebotenen Arbeiten der Manufaktur Schneider wurden fast ausnahmslos verkauft.

Bei der französischen Keramik ging der große Cachepot von Clément Massier für € 6.000 an eine französische Sammlerin, eine Vase von Adrien Dalpayrat, die ursprünglich aus der Sammlung Heuser in Hamburg stammt, kletterte von € 1.500 auf € 5.600.

Aus Österreich triumphierten figürliche Entwürfe: Der expressive Männerkopf von Dina Kuhn war einem westdeutschen Sammler € 7.000 wert (Schätzpreis 4.500), Franz Hagenauers Frauenkopf aus Messing führt mit € 15.000 (Schätzpreis 10.000) das nahezu restlos verkaufte Angebot der Werkstätte Hagenauer an.

Deutsches figürliches Porzellan war ebenfalls sehr gefragt. So wurde Martin Fritzsches Deckelvase mit Putto, die er für KPM Berlin entwarf, bei € 5.200 zugeschlagen, für Paul Walthers Perlhuhngruppe (Meißen) bewilligte ein Sammler € 4.000 und Alfred Königs 'Dame mit Fächer' ging für € 5.500 an einen deutschen Sammler.

Einen Rekordpreis erzielte die große Henkelvase aus 'Eierschalporzellan', die Samuel Schellink 1911/12 für Rozenburg entwarf. Das Schmuckstück, das ein deutscher Privatsammler vor dreißig Jahren erworben hatte, wurde bei € 19.0000 aufgerufen und an einen Schweizer Sammler für € 25.000 verkauft. Gegen Ende der Auktion umwarben einige Telefonbieter die Schmetterlings-Tänzerinnen' von Ferdinand Preiss und Otto Poertzel, die nach einem Aufruf bei € 15.000 schließlich bei € 30.000 einem Schweizer Privatsammler zugeschlagen wurden.

Zum Jahresabschluss versteigert Quittenbaum am 10. November im 'Haus der Kunst' gut 200 'Höhepunkte der Design-Geschichte' unter dem Motto 'Erleuchtet'. Für das Jahr 2009 sind bereits mehrere Privatsammlungen avisiert. Wie die Lötz Auktion zeigte sind auch in Zeiten der Finanzkrise Kunstwerke, die leidenschaftlich zusammengetragen wurden und eine solide Sammlerschaft ansprechen sehr gefragt.